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    ESF Baden-Württemberg

 
Die Aufbaugilde ist Mitglied
im Diakonischen Werk Württemberg

 

Teilhabegutscheine für Arbeit, Bildung und Kultur

Die evangelische Landeskirche und die Diakonie in Württemberg stellen in den kommenden drei Jahren mit ihrer Aktion „Kirche trotzt Armut und Ausgrenzung“ fast eine Million Euro zur Verfügung.

 

Langzeitarbeitslose Menschen können mit den neuen Teilhabegutscheinen für Arbeit, Bildung und Kultur beispielsweise eine Beschäftigung finden und Einzelpersonen sowie Familien wird die Teilnahme an sozialen, kulturellen oder sportlichen Angeboten ermöglicht, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

"Wir freuen uns sehr", so Hannes Finkbeiner, Geschäftsführer der Aufbaugilde und Vorsitzender des Evangelischen Fachverbands für Arbeitslosenhilfe im Diakonischen Werk Württemberg, "dass die Landeskirche erneut langzeitarbeitslose Menschen mit den Teilhabegutscheinen unterstützt".
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aufbaugilde haben bereits sehr gute Erfahrungen mit Beschäftigungsgutscheinen gemacht. Im vergangenen Jahr profitierten davon zum Beispiel 71 Menschen.


"Für langzeitarbeitslose Menschen sind eine geordnete Tagesstruktur und das Treffen mit anderen Menschen besonders wichtig“, sagt Hannes Finkbeiner. Ein weiterer Aspekt ist leider auch, dass immer mehr Langzeitarbeitslose Ein-Euro-Jobs oder die von Kirchen initiierten Programme dazu benötigen, um ihre Miete bezahlen zu können. „Die Mietobergrenzen in den Kommunen sind, was Gerichtsurteile immer wieder bestätigen, in der Regel viel zu niedrig berechnet. Dies führt in der Praxis dazu, dass Langzeitarbeitslose mit dem Betrag, der eigentlich für Lebensmittel berechnet wurde, einen Teil der Nebenkosten und Mieten bestreiten müssen.“

„Wir wollen dem trotzen, dass Arm und Reich sich weiter polarisieren und einem Teil der Bevölkerung Teilhabe vorenthalten wird“, sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, bei der Vorstellung der Aktion. Kirche und Diakonie wollen daher ein Zeichen setzen und ermutigen Kirchengemeinden Teilhabe zu ermöglichen, gleichzeitig werden politisch Verantwortliche aufgefordert Teilhabemöglichkeiten zu schaffen, um Armut und Ausgrenzung zu bekämpfen. „Wir wollen deutlich machen, wie dringend notwendig solche Hilfen zur Teilhabe sind und wir fordern die Verantwortlichen in der Politik auf, der Sozialpolitik einen größeren Stellenwert einzuräumen und die Mittel für solche Hilfen bedarfsgerecht aufzustocken. Wenn wir als Kirche und Diakonie Armut und Ausgrenzung zum Gesprächsthema machen, dann ist unsere Motivation, dass wir das biblische Zeugnis von der Nächstenliebe leben und anschaulich machen wollen“, so Kaufmann.