STARK FÜR SOZIAL BENACHTEILIGTE

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    ESF Baden-Württemberg

 
Die Aufbaugilde ist Mitglied
im Diakonischen Werk Württemberg

 

Wir trauern um unseren langjährigen Vorstandsvorsitzenden
Hansjörg Apprich

Er war für die Aufbaugilde ein wichtiger Berater und Impulsgeber und hat das Schiff der Aufbaugilde über 20 Jahre, auch in schwierigen Zeiten, achtsam und verständnisvoll geführt.
Er war ein Anwalt für sozial benachteiligte und ausgegrenzte Menschen.
Wir sind ihm dankbar und vermissen ihn sehr.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeitende der Aufbaugilde Heilbronn-Franken e. V.

Traueransprache

 
Liebe Evelyne Apprich, liebe Meike Apprich,
Liebe trauernde Angehörige und Freunde,
wir sind mit Ihnen verbunden im Schmerz und der Trauer über den Tod von Hansjörg Apprich.

Uns fällt es sehr schwer Abschied zu nehmen, von einem Menschen, der so tiefe und so nachhaltige Spuren hinterlassen hat: in der Kommunalpolitik, im Sport und besonders im sozialen Engagement, das ihm eine Herzensangelegenheit war.
Die GF, der Vorstand und die Mitarbeitenden der Aufbaugilde Heilbronn-Franken e.V. trauern um ihren langjährigen Vorsitzenden.
Wir haben Hansjörg Apprich geschätzt, geachtet und geliebt für seine offene, ehrliche und menschliche Art. Mit großer Dankbarkeit denken wir an Ihn.
Wir vermissen ihn sehr.


Ein Kollege einer großen Einrichtung für Wohnungslose hat mich gefragt:
„Wie ist es Euch gelungen einen Bürgermeister auf die Seite der Wohnungslosen zu ziehen?“
Hansjörg Apprich brauchte man nicht ziehen. Er hätte sich auch nicht ziehen lassen.
Er hat sich an die Seite der Armen und Benachteiligten gestellt.
Zum ersten Mal tat er das in den 1980iger Jahren, als er Flächenlose für die Beschäftigung von Wohnungslosen angeboten hat.
Ein Grundstein für die Arbeitshilfen der Aufbaugilde wurde dadurch gelegt. Hansjörg Apprich arbeitete ehrenamtlich seit 1994 im Vorstand und seit 1996 als Vorsitzender. Er führte das Schiff der Aufbaugilde achtsam, verantwortungsvoll und verständnisvoll auch in schwierigen Zeiten. Er war Bindeglied und Kommunikator in die kommunale Verwaltung und Politik.
Viele wichtige Projekte und Entwicklungen hat er begleitet und vorangetrieben. In der gebotenen Kürze kann ich nur einige nennen:
Ausbau der Garten- und Landschaftspflege im Altböllinger Hof, Angebote in SHA und CR, Bau des Lebenshauses in Weinsberg, Entwicklung des Bildungsparks, Unterstützungszentrum für Wohnungslose, die Projekte „Arbeit statt Hartz 4“ und „Wohnraum schaffen für Benachteiligte“ durch Neubau der Heime. Dieses letzte Projekt war ihm im Krankenhaus noch wichtig. Wir werden es in seinem Sinne vollenden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ das war das Credo von Hansjörg Apprich.
Ich denke der Artikel 1 des Grundgesetzes lässt sich direkt aus der biblischen Botschaft ableiten, dass Gott die Menschen als seine Ebenbilder ansieht und dass er jeden Menschen liebt und Wert achtet.
Hansjörg Apprich benutzte die Menschenwürde nicht für Sonntagsreden. Er hat das konkret und praktisch gelebt. Denn er trat kämpferisch für die Interessen und Rechte von Menschen ein, die sonst keine Lobby haben. Wenn er deshalb auch mal als
„Rebell“ bezeichnet wurde, nahm er das als Auszeichnung.
Im Krankenhaus hat gesagt, dass zufrieden auf sein Leben zurückblicken kann. Liebe Evelyne Apprich, liebe Maike Apprich,
wir sind Ihrem Ehemann und Vater sehr dankbar für die Zeit und Kraft, die er für die Sache der Benachteiligten investiert hat. Und wir danken Ihnen, dass Sie ihn dabei unterstützt haben.
Der Abschied von Hansjörg Apprich ist für uns schmerzhaft und schwer. Durch Christus haben wir die Hoffnung,
dass der Tod nicht das Ende ist - und wir mit denen, die wir vermissen, einmal wieder
vereint sein werden.


Reiner Knödler, 22.12.2016